Pacemakers ReformationsTour für atomwaffenfreie Welt: 29.6.-1.7.

Pacemakers Radtour 2016. Foto: Pacemakers

Letzten Sonntag startete die Anmeldung für die Pacemakers ReformationsTour von Bretten nach Wittenberg von 29. Juni bis 1. Juli u.a. über Würzburg, Gersfeld, Erfurt und Halle. Die Pacemakers sind sind seit 2005 eine der außergewöhnlichsten Radsportveranstaltungen in Deutschland und eine wunderbare Verbindung der Friedensbewegung, den Mayors for Peace und dem Radsport. 

Sichert euch noch bis 24. Februar den Frühbucherrabatt. Bereits heute ist mehr als Hälfte der Plätze vergeben.

500 Jahre nach Beginn der Reformation durch den Anschlag der 95 Thesen an der Wittenberger Schlosskirche durch Martin Luther ist es Zeit für eine neue Reformation: weg von der Logik (nicht nur) der atomaren Rüstung hin zur Abschaffung von Atomwaffen und einer Kultur der Gewaltfreiheit und der Friedenslogik. So ist die Tour parallel zur zweiten Phase der Verhandlungen für ein Atomwaffenverbot (15. Juni bis 7. Juli)  unterwegs.

Hier findet Ihr die Ausschreibung: http://www.pace-makers.de/index.php/ausschreibung-reformation.html
Hier seht Ihr die Strecke: http://www.pace-makers.de/index.php/strecke-teilnehmer-reformation.html
Und hier könnt Ihr euch anmelden und aus unserem umfangreichen BikeWear Angebot auswählen: http://www.pace-makers.de/html/reformation17_anmeldung.html

Roland Blach, Kampagnenkoordinator. Foto: atomwaffenfreiRoland Blach, Pacemakers-Koordinator und Landesgeschäftsführer DFG-VK Baden-Württemberg

Bild oben: Pacemakers Radtour 2016. Foto: Pacemakers

Für ein Verbot und die Vernichtung aller Atomwaffen!

Pacemakers-Aktion vor Bundeskanzleramt in Berlin am 19.7.2014. Foto: Pacemakers

Nach der dreitägigen beeindruckenden Pacemakers-Raddemo für atomare Abrüstung nach Berlin geht es mit großem Schwung weiter. Das ist angesichts der aktuellen kriegerischen Auseinandersetzungen auch dringend geboten. Unterstützt daher bitte den Aufruf „Für ein Verbot und die Vernichtung aller ATOMWAFFEN – weltweit!“ der am 2.8. in der taz und der Süddeutschen veröffentlicht wird.
http://pace-makers.de/html/marathon14_aufruf_formular.html

Global Zero Now (Uden – Kleine Brogel – Brussels)

On the first of June, the bikers hit the road for the final stages of the tour. After a short picknick in front of Eindhoven’s town hall, we were accompanied by two of our Dutch friends to the Belgian border.

For the next two days a youth club in Hechtel-Eksel was our base camp and starting point for circling the Belgian airforce base Kleine Brogel. The reactions of the soldiers in the base were quite variable – one showed us his middle finger from his armoured vehicle while others accepted sunflower seeds offered to them by local activists. At the Airbase’s „spotter’s corner“ we symbolically opened a natural park and were welcomed by a representative of the community of Peer and a member of PNND .

Besides we learned about military spending in Belgium and government plans to procure new military aircraft in order to replace the F16. Finally we handed over our letters to the subcommander of the base. In the evening we watched the excellent documentary Atomic Cafe.

Here you can see some pictures of this day.

And here we have some more: http://www.flickr.com/photos/atomwaffenfrei-jetzt/sets/72157630225968130/

Finally the „Great Day“ arrived. We left Boortsmeerbeek on the 4th of June at 07:30 to be at NATO Headquarters on time. For the last few kilometers to Brussels we were escorted by a plain police car. For some reason the other party didn’t seem ready when we arrived so we had to wait some extra 30 minutes in the rain before we could start completing the impressive security procedures. We used this extra time to show the art installation NUCLEAR GRASS one more time on a road under construction right in front of the NATO HQs.

Once we had been seated in the German Diplomatic Mission’s meeting room, the letters signed by Mayors for Peace were handed over to the Secretary General’s office manager. Then the three ambassadors arrived. Even for the experienced lobbyists among us it was a unique experience to meet three NATO ambassadors at a time. After a brief exchange between the ambassadors and our main spokespersons the floor was opened for discussion.

Our Dutch speaking friends can read more here.

And here come some more impressions for German speakers 😉

GLOBAL ZERO NOW – Letzter Tag – Bei der NATO in Brüssel (04. 06. 2012)

Weit ist es nicht von Boortsmeerbeek nach Brüssel, doch der Berufsverkehr in die Stadt hat es in sich (besonders für die Begleitautos). Schließlich kommen wir vor der NATO-Zentrale gleichzeitig an, die Radler mit ihren Fahnen und die Begleitautos mit dem Infomaterial und unserem NUCLEAR GRASS. Eine Straßenbaustelle direkt vor der NATO ist unser Glück: Ein Brüsseler Polizist in Zivilkleidung ist einverstanden, dass wir die Autos auf einem derzeit unbenutzten Straßenstück abstellen und auch direkt gegenüber der NATO-Einfahrt das NUCLEAR GRASS ausrollen.

Nach längerem Warten kommt ein Anruf – die NATO lässt die angemeldeten Besucher bitten: Kameras und Telefone bleiben im Auto, Gesichtskontrolle am Eingang und ein mittleres Rudel von Security-Menschen begleitet uns von jetzt an bis zum vorgesehenen Konferenzraum. Generalsekretär Rasmussens Bürochefin läßt sich von Wolfgang die Mappe mit den unterschriebenen Briefen überreichen und geht. Dafür kommen die NATO-Botschafter der drei durchradelten Länder: Botschafter Erdmann aus Deutschland und seine Kollegen Huygelen aus Belgien und Majoor aus den Niederlanden.

Längere Statements der drei Herren ergeben: Im Grunde haben wir alle ein Ziel – eine sichere Welt im 21. Jahrhundert… (so ungefähr hatte ich das erwartet). Nach einem kurzen Austausch zwischen den NATO-Botschaftern und unseren SprecherInnen (Susi Snyder für Pax Christi Niederlande, Pieter Teirlinck für die belgische Organisation Vrede und Wolfgang Schlupp-Hauck von der Pressehütte Mutlangen, gab es Raum für Fragen und Anmerkungen der anderen TeilnehmerInnen. Gerade, als es begann interessant zu werden und so etwas wie eine Diskussion in Gang kam, wurden wir mit Blick auf die Uhr zum Familienfoto auf den Gang gebeten, wo wir mit gemischten Gefühlen postierten.

Ernst & Judith

Global Zero Now (Nettetal – Uden)

30. Mai 2012

Wie versprochen melden wir uns zurück, um über das gestrige Abendprogramm zu berichten. Um 20 Uhr wurden wir vom Pfarrerehepaar Engelke mit zwei Autos abgeholt und zum Pfarrzentrum nach Nettetal gefahren. Dort gab Andreas Zumach ein kurzes Statement zur aktuellen Situation nach dem NATO-Gipfel in Chicago und den Modernisierungsplänen der NATO, die euphemistisch mit den Worten „keep the devices up to date“ umschrieben werden. Wolfgang Schlupp-Hauck stellte die Ziele der Kampagne „Global Zero Now“ vor,  zu der unsere Radtour den Auftakt bildet. Nachdem Johanna Pfeffer die neuen TeilnehmerInnen der Tour – darunter das finnisch-deutsche Ehepaar Anneli und Dieter – begrüßt hatte, tauschten wir uns bei einem leckeren und reichhaltigen Abendessen mit unseren Gastgebern aus, die uns auch wieder zurück zur Jugendherberge chauffierten.

Jetzt aber zur heutigen Etappe:

Nach wenigen Kilometern passieren wir die holländische Grenze und halten kurz am Mahnmal für den Fliegerhorst Venlo, das an die Ereignisse während der beiden Weltkriege erinnert. Wichtig ist für uns die Information, dass zur Erweiterung des Flugplatzes viele KZ-Häftlinge aus den Niederlanden eingesetzt wurden.

Und jetzt sind wir in den Niederlanden, also wird ab jetzt „gefietst“!

Nach der Mittagspause in einem Park nahe dem Bahnhof vonVenray können wir unseren neuen Mitradler Ronaldo begrüßen. Nach weiteren 50 Kilometern auf gut ausgebauten Radwegen erreichen wir Uden, wo uns AktivistInnen von der „Stichting Atoomvrijstaat“ und vom „Vredesburo Eindhoven“empfangen und vorzüglich bewirten.

Dank der guten Pressearbeit gab es einige Presseberichte im Vorfeld:

http://uden.kliknieuws.nl/nieuws/141737/vredesfietstocht-passeert-volkel

http://www.brabantsdagblad.nl/regios/udenveghel/11081448/Fietsen-tegen-kernwapens-in-Uden-en-Volkel.ece

Wir sind gespannt auf die Aktion an der „Vliegbasis Volkel“ am nächsten Tag und freuen uns, zwei (!) Nächte im selben Quartier zu verbringen.  Mehr Fotos vom Tage gibt es hier.

Tot ziens Judith en Ernst

Global Zero Now (Erftstadt – Mönchengladbach – Nettetal)

29. Mai 2012

… der Reisesegen ist gespendet, es erklingt noch ein Lied und auf geht’s auf die 95 km lange Reise.  Hanna Jaskolski begleitet uns noch ein paar Kilometer bis zum Schloss Gymnich. Gegensätzlicher kann eine Fahrtroute kaum ausfallen: am Horizont – wir sind noch viele Kilometer entfernt – taucht das Braunkohlekraftwerk Frimmersdorf auf, ein technisches Monstrum im fruchtbaren Bördenland. Riesige Förderbrücken spannen sich über Radweg und Erft.  Der Fluss ist braun gefärbt, wir vermuten von den Resten der Abraumhalden. Andererseits ist die Erft in diesem Bereich auch ein durchaus idyllischer Fluss mit Fischen und geruhsam schwimmenden Schwänen.

Am Stadtrand von Mönchengladbach empfangen uns begeisterte Mitglieder der örtlichen Friedensbewegung. Sie geleiten uns zum kirchlichen Veranstaltungszentrum „TAK“, wo wir von Presse und Lokal-TV erwartet werden.  Nach kulinarischer Stärkung geht es weiter nach Nettetal. Nachdem wir auch den letzten Anstieg schiebend überwunden haben, stehen wir vor der Zirkus-Jugendherberge Hinsbeck. Hier kam es zu einem überraschenden Outing: Joachim, unser „letzter Mann“, hat vor vierzig Jahren bereits als Schüler die Betten getestet.

Abendprogramm gabs natürlich auch, morgen mehr…

Schluss für heute

Judith & Ernst

P.S. Es gibt auch ein sehr schönes Video des Auftakts der Radtour in Stuttgart. Vielen Dank an Quer-TV und im Besonderen an Willfried!

Global Zero Now (Darmstadt – Mainz – Koblenz – Cochem)

In Mannheim wurde die Radgruppe "Global Zero Now" von der Stadträtin Gabriele Rhirion-Brenneisen am 22.5. empfangen

23.- 25. Mai

Nach zwei Tagen Pause melden wir uns wieder mit unserem Blog zurück.

Ein veritables Schloss war der Schauplatz des Vortragsabends am 22. Mai. In die Räume der Technischen Universität Darmstadt waren wir eingeladen vom Darmstädter Friedensforum und der interdisziplinären Arbeitsgruppe Naturwissenschaft, Technik und Sicherheit (IANUS) zum Thema „Atomwaffen abrüsten statt modernisieren“. Unter der Leitung von Moritz Kütt (IANUS) diskutierten Regina Hagen vom Darmstädter Friedensforum und der Initiator unserer Radtour Wolfgang Schlupp-Hauck. Kritisiert wurde insbesondere, dass die im Nichtverbreitungsvertrag von 1970 angekündigten Verhandlungen über die vollständige nukleare Abrüstung noch immer nicht begonnen haben. Auch der jüngste NATO-Gipfel habe in dieser Angelegenheit leider wieder die falschen Impulse geliefert, so die Meinung der ReferentInnen.

Am 23. Mai empfingen uns in Mainz die Ortsvorsteherin der Mainzer Altstadt und ihr Stellvertreter. Auch hier konnten wir einen Brief an den NATO-Generalsekretär mitnehmen und wurden in der Kantine bewirtet. So gestärkt ging es weiter nach Wiesbaden, wo uns die Piraten-Linke Fraktion schon auf dem Schlossplatz erwartete. Nachdem sie ihre Solidaritätsadresse öffentlich verlesen hatten, trafen wir uns in den Räumen der Fraktion zu einem kurzen Austausch und Erfrischungen.

Am Campingplatz in Rüdesheim in den Rheinauen treffen wir den taz-Journalisten Andreas Zumach. Außerdem erwartet uns eine angenehme Überraschung: die Zelte sind schon aufgestellt! Nach einem spartanischen Essen nach den letzten üppigen und einer kleinen Gesprächsrunde kriechen wir in unsere Zelte.<

Die nächsten beiden Tage haben wir keine offiziellen Termine außer einem kurzen Treffen mit Nils Wiechmann (MdL Grüne) vor der Koblenzer City-Kirche, der sich mit unseren Anliegen solidarisiert. Die idyllische Landschaft und die Weltkulturerbe-Schilder lassen es unwirklich erscheinen, dass nur gute 50 Kilometer von Koblenz immer noch Atomwaffen lagern.

25.05.2012 Koblenz bis Cochem

9 Uhr 15: Start mit leichter Verspätung im Haus Wasserburg in Vallendar bei Koblenz.

<Die Moselbrücke, die wir in Koblenz nehmen wollen ist gesperrt. Spontan führt uns eine kontaktfreudige Radlerin, die unser Problem erkennt, auf eine alternative Route.

Schon gegen 15:00 Uhr erreichen wir nach zwei kurzen Pausen an der unteren Mosel unser Etappenziel Cochem.

Während unsere Fahrer noch eine Kunstinstallation für die morgige Aktion in Büchel bei Annamalt in Trier abholen, haben wir die Wahl zwischen einem chilligen Nachmittag und einem Referat über die Kampagne “Hallo Finanzamt – Steuern gegen Gewalt“ vom Netzwerk Friedenssteuer. Die Mehrheit lässt sich für letzteres motivieren.

Am Abend begrüßen wir drei neue TeilnehmerInnen, darunter Leonid, den ersten Mitradler aus den Niederlanden. Außerdem kommt heute unser neuer Begleitfahrer dazu: Ernst von der DFG-VK Mittelbaden.

A bientôt

Judith et Ernest

Mehr Bilder der letzten Tage gibt es hier:

23. Mai

24. Mai

25. Mai

Global Zero Now (Stuttgart – Bretten)

Gruppenfoto in Vaihingen an der Enz. foto: atomwaffenfrei.jetzt

20. Mai 2012

Unsere heutige Etappe führte uns von Stuttgart über Vaihingen an der Enz nach Bretten.

Nach der eher kurzen Etappe von gestern heißt es heute also wieder etwas kräftiger in die Pedalen zu treten, denn es stehen immerhin knapp 60 km auf dem Programm. Momentan befinden wir uns bereits auf dem idyllischen Marktplatz in Vaihingen an der Enz. Der „Eine-Welt Laden Vaihingen“ hat uns hier einen äußerst herzlichen Empfang beschert und uns mit selbstgemachten vegetarischen Maultaschen verwöhnt. Während dem Verzehr der köstlichen regionalen Spezialität bietet sich die Gelegenheit zu interessanten Gesprächen untereinander, aber es sind auch immer wieder unwissende Passanten die sich für unsere Aktion interessieren und die wir dann auch mit ordentlich Infomaterialien versorgen. Das Gefühl mit unserem Thema anzukommen verstärkt unsern Spaß am Radeln. Nach einem kurzen Gruppenfoto vor dem uhrigen Rathaus geht es gleich wieder los in Richtung Bretten.

Einmal angekommen werden wir vom Bürgermeister Brettens, Martin Wolff, empfangen, sowie der lokalen Friedensgruppe. Der Bürgermeister von Bretten unterschreibt sogar den Brief an den NATO Generalsekretär Rassmussen! Danach werden wir von der evangelische Pfarrgemeinde eingeladen die uns sehr (sehr!) lecker verköstigen. Später können wir uns noch auf einen Vortrag von unserem Mitfahrer Wolfgang Schlupp-Hauck freuen, welcher uns als langjähriger Fachman über die aktuelle politische Situation zum Thema Atomwaffen informieren wird.

Die Stimmung im bunten Radlerudel ist jedenfalls prima und wir werden euch bald Weiteres von der Tour berichten!

Euer Till und Philipp

PS: Hier gibt es Fotos vom Tag!

Bürgermeister von Bretten unterschreibt Brief an Rassmussen