Leserinnenbrief: Fliegerhorst bekommt neuen Zaun

zaun

Es ist doch ein Witz, wenn jetzt die GO-IN Aktion von fünf Menschen, die am 17. Juli 2017 in den Fliegerhorst Büchel eindrangen, als Grund für einen neuen Zaun herhalten sollen. Dieser war für 2018 schon lange in Planung, was von uns benannt wurde. Hierfür sind 18 Millionen Euro angelegt, die sicher besser in friedvolle Arbeitsplätze gesteckt werden könnten!

Wie leicht ein Eindringen unabhängig von einem neuen Zaun ist, zeigte sich nur einen Tag vor dieser Go-In Aktion, am Sonntag den 16. Juli, wo über 30 Menschen durch das schwere Eingangstor am Haupttor hineinspazierten, da dieses ausversehen unverschlossen blieb. Die wenigen Soldaten waren völlig überfordert mit den gewaltfreien AktivistInnen, die zum Glück gar kein Interesse hatten sich weit in die Militärbasis zu verstreuen.

Übrigens gibt es in Grossbritannien um deren nuklearen Anlagen solche besonderen Sicherheitszäune. Trotzdem gelingt es der Friedensbewegung immer wieder dort hineinzukommen!

Auch ist es ein Witz, wenn Verantwortliche der Bundeswehr behaupten, die Eindringlinge vom 17. Juli wären nicht im inneren Sicherheitsbereich gewesen: in den letzten 20 Jahren gab es so viele Go-In Aktionen von allen möglichen Seiten des Fliegerhorstes, d.h. fast alle Bereiche wurden erfasst und dieses mal der einzige Bereich mit zusätzlichem doppelt gesichertem Zaun mit Flugzeugscheltern. Susan Crane aus den USA lachte darüber mit dem Hinweis, dass dieses in den USA nach Aktionen auch immer behauptet wird. So findet am 18. September 2017 im Cochemer Amtsgericht ein Prozess gegen vier von neun Aktiven statt, die 2016 auf der Bücheler Landebahn festgestzt wurden, nachdem sie sich länger in der Basis aufgehalten hatten.

Die wirkliche Sicherheitsgefahr besteht durch die Existenz und Einsatzmöglichkeit der dortigen Atomwaffen!

Marion Küpker, Internationale Koordinatorin der DFG-VK gegen Atomwaffen und im Kampagnenrat: Büchel ist überall – atomwaffenfrei.jetzt!, http://www.buechel-atombombenfrei.de


Dieser Leserinnenbrief unserer Sprecherin Marion Küpker wurde am 15.08.2017 unter der Überschrift „Eindringen funktioniert auch ohne neuen Zaun gut“ in der „Rhein Zeitung“ abgedruckt.

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