Überwältigendes Votum für Abzug und Verbot von Atomwaffen

Fotoaktion zum Kampagnenstart auf Kirschblütenfest in Hannover. Foto: Heidemarie Dann

Friedensorganisationen erhöhen Druck auf Politik mit neuer Kampagne „Büchel ist überall – atomwaffenfrei.jetzt“

Zum Start der Kampagne „Büchel ist überall – atomwaffenfrei.jetzt“ beauftragte die IPPNW das Forschungsinstitut Forsa mit einer Umfrage zu Atomwaffen. Das Ergebnis ist herausragend und motivierend zugleich.

Eine überwältigende Mehrheit von 85% der Bundesbürger spricht sich dafür aus, dass die auf deutschem Boden gelagerten Atomwaffen abgezogen werden. 93% befürworten nach der neuesten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa (17./18. März 2016), dass Atomwaffen, ähnlich wie Chemie- und Biowaffen, völkerrechtlich verboten werden sollen. 88% sprechen sich dagegen aus, dass die USA die in Deutschland gelagerten Atomwaffen durch neue und einsatzfähigere Waffen ersetzen, wie es für das Jahr 2020 geplant ist.

Dies ist ein klarer Auftrag der Bevölkerung an die Bundesregierung, endlich den Bundestagsbeschluss vom 26. März 2010 umzusetzen. Damals hatten die Bundestagsabgeordneten fraktionsübergreifend den Abzug der Atomwaffen aus Deutschland und den engagierten Einsatz für eine atomwaffenfreie Welt gefordert.

Und so begann die Kampagne genau sechs Jahre nach diesem Beschluss mit einer Fotoaktion am Atomwaffenlager Büchel, dem dortigen Ostermarsch zwei Tage später sowie weiteren Fotoaktionen bei etlichen anderen Ostermärschen.

Drei symbolische Orte der Bedrohung mit Atomwaffen sind für die Kampagne in diesem Jahr ausgemacht:

  • Büchel, der Stationierungsort von Atomwaffen in Deutschland,
  • Berlin, wo die deutsche Atomwaffenpolitik entschieden wird,
  • die NATO-Konferenz in Warschau im Juli, wo die zukünftige Atomwaffenstrategie der NATO festgelegt wird.

Seit dem 26. März und bis 9. August (Nagasaki Gedenktag) laufen in Büchel an möglichst vielen Tagen Mahnwachen oder symbolisch bunte Aktionen. Hier ein Bericht der ersten Woche von Ernst-Ludwig Iskenius.

Ob Aktionen des zivilen Ungehorsams geplant sind, entscheiden Gruppen autonom. So wurde im April in einer Kunstaktion ein Gewehr durch die DFG-VK zersägt, wenige Tage später wurde vor dem Haupttor Geburtstag gefeiert. Hier sind die ersten Fotos von Aktionen in Büchel.

Weitere Friedensorganisationen, regionale Friedensgruppen und lokale Friedensinitiativen, aber auch Einzelpersonen sind eingeladen, in eigener Verantwortung nach Büchel zu kommen, um gegen die bestehende und zunehmende atomare Aufrüstung ihren Widerstand entgegen zu stellen. Die IPPNW, der Internationale Versöhnungsbund sowie Aktionsgruppen wie z.B. die GAAA, Pressehütte Mutlangen etc. haben schon ihre Beteiligung zugesagt.

Auf einer nahe dem Haupttor liegenden „Friedenswiese“ werden seit Ende März die mitgebrachten Friedenssymbole als Zeichen des Dauerprotestes aufgestellt oder -gehängt. Ankommende Gruppen und Einzelpersonen werden von Personen vor Ort empfangen, eingeführt und begleitet.

Nur mit euch können wir den öffentlichen Druck für die Abrüstung und für ein Verbot der Atomwaffen bis zur Bundestagswahl 2017 erhöhen.

Grüße vom Kampagnenrat!

Bild oben: Beim Kirschblütenfest in Hannover am 17. April wurde eine Fotoaktion zum Kampagnenstart gemacht. Foto: Heidemarie Dann

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