Verbot statt neue Atombomben

Der Kampagnenrat in Köln

Die enttäuschenden Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD bilden den Ausgangspunkt der Planungen der für die neue Kampagnenphase „Last Exit New York“, die mit der Überprüfungskonferenz des Nichtverbreitungsvertrags im Mai 2015 endet. Ziel der letzten Kampagnenphase ist ein einstimmiger Bundestagsbeschluss, damit sich Deutschland auf der Überprüfungskonferenz für einen Verbotsvertrag von Atomwaffen ausspricht.

Am 9. und 10. Dezember 2013 traf sich der Kampagnenrat in Berlin. Die 15 Vertreter der IPPNW, der DFG-VK, der GAAA, der Pressehütte Mutlangen, des Netzwerks  Friedenskooperative, der Werkstatt für gewaltfreie Aktion Baden, den Naturfreunden Deutschlands, SGI, Global Zero und ICAN Deutschland streben an, den Druck auf Entscheidungsträger jetzt deutlich zu erhöhen, um Atomwaffen zu stigmatisieren. Die Kampagne rückt dabei die Forderungen, dass Deutschland gemeinsam mit anderen willigen Staaten, einen internationalen Verbotsvertrag dieser Massenvernichtungswaffen aktiv vorantreibt und die geplante Modernisierung der US-Atomwaffe ablehnt, in den Vordergrund.

Nicht nur die politische Entscheidungsträger werden Adressaten in den nächsten Monaten sein sondern auch Banken und Kreditinstitute. Deren Verstrickungen in Geschäfte mit den radioaktiven Massenvernichtungswaffen sollen entlarvt und die Institute durch gewaltfreie Aktionen in Erklärungsnot gebracht werden. Ihre Kunden sollen erfahren, in welche Geschäfte ihre Bank investiert, damit sie entscheiden können, ob ihr Geld den Bau neuer Atombomben fördern soll. (Siehe dazu im letzten FreiRaum auch den Artikel „Das Geschäft mit der Massenvernichtung“.

Die katastrophalen humanitären Folgen, die von Atomwaffen ausgehen, wird die Kampagne weiter in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Wichtig ist hier die Kooperation mit dem Roten Kreuz und die Internationale Konferenz im Februar in Mexiko.

Fahrplan 2014 der Kampagne „atomwaffenfrei.jetzt“

23. Januar ICAN-Konferenz Humanitäre Abrüstung, Berlin
25.-27. Januar ICAN/IPPNW-Training zum Thema Humanitäre Folgen
13./14. Februar Teilnahme an der Konferenz in Mexiko zu humanitären Auswirkungen von Atomwaffen
Ende März Abgeordnetenfrühstück im Bundestag
19.-21. April Ostermärsche, u.a. in Büchel
8. Juli Flaggentag der Mayors for Peace
voraussichtlich Juli Internationale Aktionswoche für eine atomwaffenfreie Welt
2. August Pacemakers-Radmarathon von Bretten über Heidelberg, Mannheim, Kaiserslautern, Ramstein, Neustadt/Weinstraße nach Bretten
Anfang August Fastenaktion Konstanz/Berlin/Büchel
6./9. August 69 Jahre Atombombenabwürfe auf Hiroshima/Nagasaki
30./31. August Proteste zum NATO-Gipfel in Newport/Wales
Ende Oktober um den Weltspartag, Bankenaktionswoche

Kampagnentreffen:
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, um die Aktions- und Strategieplanung
zu vertiefen: 26./27. Februar: Hannover | 21./22. Mai: Stuttgart | 30. Juni/1. Juli: Köln

Silvia Bopp und Roland BlachSilvia Maria Bopp, Kampagnenkoordinatorin, Pressehütte Mutlangen und Roland Blach, Kampagnenkoordinator,
Bundessprecher DFG-VK

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1 Kommentar

  1. Hat dies auf Weltpolitik rebloggt und kommentierte:
    Verbot statt neue Atombomben


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