Was wäre, wenn wir uns nicht einmischen würden?

(c) Friekoop

Außerparlamentarisch politisch aktiv zu sein kostet Zeit und Kraft. Viele von uns haben sich schon oft, teils über ihre vorhandenen Kräfte hinaus, für eine gerechte Welt, für ein friedliches Miteinander auf der Erde und die Bewahrung der Schöpfung engagiert.

Oft erkennen wir, dass sich die politischen, industriellen und militärischen Verfechter – trotz all diesem Engagement – erlauben, Entscheidungen zu treffen, die sich gegen ein gesundes und faires Leben richten.

Wir alle wollen ein großes Stück vom köstlichen Kuchen des Wohlstandes, jedoch eigentlich erst zunehmend dadurch, da es durch Werbung, Zugehörigkeiten von Klassen und Kasten angepriesen wird.

Im Moment erleben wir in der deutschen Bundespolitik das Rangeln um eine funktionierende Koalition und dieses  bringt das Feilschen um politische Inhalte mit sich. Eine wichtige Schwellensituation, um sich einzumischen. Lobbyisten aus jeder Ecke drücken sich an den Türe der Entscheidungsträger, um ihre Inhalte für die nächsten 4 Jahre, in der politischen Agenda der Bundesrepublik zu verankern.

Auch wenn es vielleicht manchmal unwirklich oder aussichtslos erscheint, so halte ich es doch für wichtig, mich selbst zu fragen: Kann ich etwas für mein Anliegen – für eine Welt ohne Atomwaffen – genau hier und jetzt tun?

Jede Frage, jede Anregung, die bei EntscheidungsträgerInnen ankommt, hat eine Wirkung. Diese Kraft möchte ich nutzen.

Die Webseite der Kampagne „atomwaffenfrei jetzt“ bietet Anregungen, um einen individuellen Beitrag zu leisten.

Zum Beispiel können wir unsere BürgermeisterInnen fragen, ob sie/er schon die aktuelle Erklärung der „Mayors for Peace“ unterschrieben hat. Diese richtet sich u.a. mit der Forderung für den Abzug der Atomwaffen aus Deutschland an die neue Bundesregierung.

Es ist 30 Jahre her, dass wir Massenproteste der Friedensbewegung gegen die Stationierung von Cruise Missiles und Pershing II erlebt haben. Heute droht die Modernisierung von Atomwaffenarsenalen weltweit. Allein die Investition, die die USA für die Modernisierung einplanen, könnte das weltweite Hungerproblem lösen.

Auch wenn es uns Kraft kostet, wenn wir nicht lebendig bleiben mit unserer Stimme, entsteht in der Sache nicht mal ein stummer Schrei. Jedoch wissen wir alle, eigentlich wäre ein lauter Aufschrei mehr als angebracht.

Auf der Webseite www.abgeordnetenwatch.de kannst Du die Fraktionsvorsitzenden der Parteien oder PolitikerInnen, zu denen Du einen Bezug hast, daran erinnern, dass es die Würde des Menschen schützt, sich international für einen Atomwaffenverbotsvertrag einzusetzen.

Sei nicht still. Twitter den neu gewählten Abgeordneten, dass auch Du nicht Deine Augen vor der nuklearen Bedrohung verschließt.

Silvia BoppSilvia Maria Bopp ist Mitarbeiterin in der Pressehütte Mutlangen und Mitglied im Kampagnenrat atomwaffenfrei.jetzt

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1 Kommentar

  1. Hat dies auf Forum Politik rebloggt.


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