Schunkeln gegen den atomaren Bombendeal

Foto: Samantha Staudte / atomwaffenfrei.jetzt

Die Blockade von Tor 3 stand unter dem Motto „Bombenrisiko Atomkraft“.

Denn die sogenannte „friedliche“ Nutzung der Atomenergie ging aus den militärischen Atomprogrammen hervor. Obwohl sie sich „friedlich“ nennt, hat sie Millionen Strahlenopfer gefordert .Trotzdem wird die Atomenergie besonders von den militärischen Atommächten und von jenen, die sich diese Option offen halten wollen, aufrechterhalten und weiter ausgebaut. Deshalb ist unser Protest gegen Atombomben auch immer ein Einsatz für zukunftsträchtige regenerative Energieformen.

Foto: Samantha Staudte / atomwaffenfrei.jetztNeben der Bühne an der Einfahrt zu Tor 3 hatten die Organisatoren auch ein Versammlungszelt aufgebaut. Dort wurde erstmals die Ausstellung „Hibakusha Worldwide“ der Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs (IPPNW) präsentiert, die anhand von Fallbeispielen an die Opfer der atomaren Kette überall auf der Welt erinnert: Vom Uranabbau über Reaktorunglücke bis zum Atomwaffeneinsatz. In einer gemeinsamen Bastelaktion markierten Ärztinnen und Ärzte auf einer großen Weltkarte die Orte der nuklearen Katastrophen. Die Ausstellung wird demnächst von der IPPNW-Geschäftsstelle zum Ausleihen abrufbar.

Auf der Bühne zeigte die IPPNW Kurzfilme der International Campaign to Abolish Nuclear Weapons (ICAN), das Musikduo Guaia Guaia enttarnte den als rationale Politik getarnten atomaren Größenwahn mit Liedern wie „Ich bin eine Atomrakete“ und auch Franziska und Uwe fassten in Musik, was viele von uns dachten. Klaus der  Geiger schenkte uns etwas von seiner unerschöpflichen Energie und gemeinsam mit Blue Flower, Matthäus Huth, John La Forge und Rob Longstaff begleitete er unseren Protest mit wunderschönen Klängen. Herzlich gelacht haben wir über das politische Kabarettprogramm von „Muita Merda“ aus Aachen. Kurt Lennartz und Josie Bockholt nahmen u.a. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle auf die Schippe.  Zu ihrem Anti-Atom-Song „Domschatzwalzer“ schunkelten und sangen wir kräftig mit.

Unterstützt wurden die IPPNW-Mitglieder an Tor 3 von jungen UmweltaktivistInnen, die die Zeiten der Stille, in denen es kein Bühnenprogramm gab, mit ihrem Gitarrenspiel füllten.

Die sternenklare Nacht mit vielen netten Menschen vor dem romantisch bewachsenen Tor tat das übrige, um allen ganz deutlich zu machen, worum es geht: Leben statt tödlicher, atomarer Sicherheitswahn.

Inga Blum und Angelika Wilmen, IPPNW Deutschland

Weitere Fotos von der Blockade und Mahnwache am Tor 3

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