Liveticker aus dem „atomwaffenfrei.jetzt“-Camp in Büchel

Um ein Bild von der Lage zu bieten, zeigt euch „atomwaffenfrei.jetzt“ einen „Liveticker“ mit Eindrücken aus dem „Camp“ vor dem Haupttor des Fliegerhorsts Büchel. Auf dem Fliegerhorst vor den Toren des beschaulichen Städtchens in der Südeifel werden noch immer 20 Atomsprengköpfe gelagert.  Um ein Zeichen zu setzen findet von Sonntag auf Montag eine 24-stündige Musikblockade mit zahlreichen Künstlern statt. Aber auch in den vorigen Tagen gibt es schon viele interessante Aktionen, die auf die Gefahr durch Atombomben aufmerksam machen.

update: 14.08, 11.30 Uhr

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Dienstag, 11.20 Uhr: Besten Dank an alle Teilnehmer der Veranstaltung. Insgesamt waren rund 750 Demonstranten vor Ort, von denen sich auch ein Großteil an der Blockade beteiligt haben. Alle Bilder findet ihr hier.

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Montag, 12.45 Uhr: Alle Aktivisten und Aktivistinnen der verschiedenen Tore haben sich am Haupttor eingefunden und berichten von ihren Erlebnissen. An manchen Toren sorgten Tornado Flieger mit lautem Getöse für eine aufgewühlte Stimung . Doch die Aktivisten , ließen sich nicht aus dem Konzept bringen. Am Tor 6 fuhren 4 Reisebusse mit Soldaten vor, um durch die „Katzenklappe“ am Tor 6 die anderen Blockaden zu umgehen. Einige von ihnen kamen durch, sie mussten sich aber erstmal an den Motorradfahrer/-innen ohne Grenzen und am zugewachsenen Tor vorbei zwängen, das wahrscheinlich seit Jahren nicht mehr verwendet wurde.

Nachdem man gemeinsam über manches gelacht und über manche Berichte gestaunt hat, gab es einen tosenden Beifall für alle Helfer/-innen. Das Lied „Imagine“ von John Lennon, das am Haupttor alle gemeinsam sangen, sorgte für einen runden Abschluss.

Die Hoffnung bleibt, dass solch eine Aktion in Zukunft nicht mehr nötig ist und die Atomwaffen abgezogen werden. Aber falls doch, bleiben die Worte von Starhawk, die Silvia Bopp vom Frauentor vorgetragen wurden:

“ (Wir sind Scharen) verrückter, friedlicher Kriegerinnen und Krieger

ohne Waffen, doch bereit, weiterzugehen

immer und immer wieder.“

Wir sehen uns in Büchel !

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Montag, 11.40 Uhr: Regen zwang die Leute unter Bäumen Schutz zu suchen, aber wie Stefan Charisius in diesem Fall zutreffend sang: „Auf Ärger folgt Wonne, auf Regen folgt Sonne“. Der Wille ist ungebrochen und die Blockade steht noch immer.

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Montag, 11.25 Uhr: Die letzte halbe Stunde der Blockade hat begonnen. Zum Glück fängt es erst jetzt leicht an zu regnen. Ansonsten war das das Wetter auf der Seite der Atomwaffengegner.

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Montag , 10.15 Uhr: Musiker wie John La Forge, Rob Longstaff und die Bandbreite sorgen für Unterhaltung und eine angenehme Atmosphäre. Die Situation ist weiterhin Entspannt.

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Montag, 8.45 Uhr: Die Bundeswehr musste heute mal den Hintereingang nehmen.

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Montag, 6.00 Uhr: Beißende Kälte, aber die Blockade hält.

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Sonntag, 21.10 Uhr: Mehr Bilder findet ihr hier: http://www.flickr.com/photos/atomwaffenfrei-jetzt/

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Sonntag, 20.30 Uhr: Gerade haben wir am Haupttor Bilder von den anderen besetzten Toren erhalten. Hier ein paar Impressionen:

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Sonntag, 19.15 Uhr: Im Moment steht die umstrittene Gruppe „Bandbreite“ mit HipHop-Beats auf der Bühne und macht Musik für die Zuhörer auf der Insel des Kreisverkehrs und an der Blockade. Dort ist die Stimmung sehr friedlich und entspannt. Auch an den anderen Toren ist die Lage friedlich.

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Sonntag, 17.30 Uhr: Die Geigenklänge auf der Bühne wurden nun durch Gitarrenklänge ersetzt: „Die Üblichen Verdächtigen“ spielen auf der Bühne am Haupttor.

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Sonntag, 17.02 Uhr: Dieser Liveticker kann ausschließlich vom Haupttor berichten. Unter nachfolgendem Link ist aber ein Liveticker für alle Tore zu finden, so könnt ihr zu allen Toren up to date bleiben:
http://www.lebenslaute.net/?page_id=1498

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Sonntag, 16.00 Uhr: Jetz auf der Bühne am Haupttor: Klaus der Geiger.

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Sonntag, 15.32 Uhr: Am Haupttor kommt gerade die Nachricht an, dass alle Tore besetzt sind.

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Sonntag, 14.15 Uhr: Nach einer Auktion für den Frieden und der traurigen Botschaft, dass Nina Hagen leider nicht nach Büchel kommen kann, brechen die Demonstranten vom Haupttor zu den anderen  Toren auf. Dort sollen die Zufahrten zum Fliegerhorst bis Morgen um 11.56 Uhr blockiert werden.

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Sonntag, 13.35 Uhr: Die Warteschlange für das Mittagessen ist merklich länger geworden, es kommen weiterhin neue Leute hinzu. Das Essen scheint aber für alle zu reichen, zum Glück!

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Sonntag, 11.55 Uhr: Begrüßungsworte der Veranstaltungsleitung. „Es ist fünf vor zwölf auf der Doomsday-clock!“ Höchste Zeit, um mit der atomaren Abrüstung zu beginnen… und zwar hier in Deutschland!

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Sonntag, 11.50: Zum Auftakt git es Trommelmusik von den Musikern von Kokuryo-Daiko, eine japanische Trommlergruppe aus München.

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Sonntag, 11.15 Uhr: Gerade spielen die Lebenslaute ein kleines Konzert zur Begrüßung. Einige Busse mit Demonstranten sind auch schon angekommen. Langsam wird es hier voller.

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Samstag, 22.34 Uhr: Mit vollem Magen sitzen alle in den Zelten und in größeren und kleineren Gruppen zusammen: Letzte „Strategie“-Planungen im Plenum, Informationen und Tips zur Blockade werden Angeboten, z.B.: für solche die zum ersten mal an einer Blockade teilnehmen. Manche sitzen auch zusammen und üben nochmal ihre Liedtexte oder tauschen Erfahrungen aus.
Allen ist klar: Ab morgen wird’s ernst !

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Samstag, 19.05 Uhr: Die Bühne steht, dann kann die party morgen ja losgehen !

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Samstag, 14.55: Die Aufbauarbeiten der Hauptbühne haben gerade angefangen. Dort treten morgen Nina Hagen, Guaia Guaia, Wareika und viele andere tolle Künstler und Gruppen auf. Auf dem dahinter liegenden Kreisverkehr beginnt morgen um 11.55 Uhr die Protestaktionen mit Grußworten von „atomwaffenfrei.jetzt“.

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Samstag, 13.00 Uhr: das Mittagessen steht bereit und bei den leckeren Gerüchen sind die Zeltaufbau-Strapazen und die Sommerhitze schnell vergessen.

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Samstag, 11.40 Uhr: es wurde ein Tisch aufgestellt auf dem Bücher zum verschenken ausgelegt sind. Nebst Büchern von Hermann Hesse  und SAID, finden sich auch Naturheilkunde Bücher.
Die Abendlektüre steht fest: Ich konnte das Buch „… denn der Wind kann nicht lesen abstauben.

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Samstag, 11.19 Uhr: Die Techniker verzweifeln. Eigentlich sollte es hier super schnelles Internet geben. Mal schauen, wie lange es noch dauert, bis es funktionert.

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Freitag, gegen 23.00 Uhr: Immer noch sind alle wach. Viele Besprechungen laufen noch oder man sitzt gesellig bei einander.

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Freitag, 19.30 Uhr: Die Köche haben sich wirklich selbst übertroffen. Ein leckeres, veganes Gericht gegen eine kleine Spende.

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Freitag, 18.00 Uhr: Kurzes Treffen des Koordinationsrates. Schnell wird besprochen, was noch kurzfristig anfällt. Wer kümmert sich um die Presse, wer sitzt wann am Infopoint,…

Anschließend geht es zum gemeinsamen Abendessen.

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Freitag, 16.10 Uhr: Ein Aktivist hat mit dem Fahrrad den Fliegerhorst umrundet. Gelangweilte Soldaten säßen vor den Baracken. Hinter dem Zaun, der ringsum  mit zwei Reihen Stacheldraht verstärkt ist, scheint ansonsten Langeweile zu herrschen.  Atiomwaffen zu bewachen hat sich der Fahradfahrer interesaanter vorgestellt.

Auffällig war auch dieser Kinderspielplatz. Wer auf dem Fliegerhorst besorgt um seine Kinder ist, schickt sie hier her zum spielen. Schusswaffen, nukleare Sprengköpfe, Stacheldraht: mehr Sicherheit geht nicht.

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Freitag, 14.45 Uhr: Die Nagasaki-Flamme in Büchel. Am 9. August 1945, also heute vor 68 Jahren, explodierte die Atombombe und tötete auf einem Schlag 22.000 Menschen. Bis zu 80.000 weitere Menschen starben an den Folgen.

Es werden auch noch Frauen gesucht, die die Flamme für einen gewissen Zeitraum hüten.

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