Abrüstungsinstrumente – Rhythm beats Bombs

Wir sehen uns in Büchel

Aktuelle Planung

Wir planen vom 5. bis 13. August 2013 ein Camp am „Fliegerhorst Büchel“, auf dem wir für die 24-stündige gewaltfreie Blockade Blockade-Trainings anbieten wollen. Alle Zugänge/ Tore des Atomwaffenstützpunktes sollen von Sonntag, dem 11. August, 11:55 Uhr an (aktueller Stand der Weltuntergangsuhr) bis Montag 11:54 Uhr blockiert werden (womit wir die Weltuntergangsuhr durch unsere Aktion symbolisch um eine Minute zurück stellen). Wir organisieren und mobilisieren für diese Aktion in der Kampagne „atomwaffenfrei.jetzt“.

Wir rufen MusikerInnen und KünstlerInnen auf, an den Mahnwachen und in und um die Blockaden aufzutreten, und wie im Bündnis 2008 sollen Busse aus den umliegenden größeren Städten eine breite Beteiligung aus der Friedensbewegung sicher stellen. Jede der Torblockaden wird einen anderen Schwerpunkt haben. Eine übernimmt die Gruppe „LEBENSLAUTE“, die mit klassischen Konzerten blockieren wird, am Haupttor soll für Bands, MusikerInnen und DJs zum Abtanzen für ein lebendig lautes Program sorgen,ebenso ist u.a. ein Frauentor geplant.

Für die diesjährige Aktion legen wir den Mobilisierungs-Schwerpunkt auf die Menschen in der Region. Hierfür haben wir bereits im Sommer 2012 in der Eifel-Region auf mehreren Musik-Festivals unseren aktuellen Mobilisierungsflyer inklusive Rücksendepostkarte verteilt: „Mach mit bei einer Protestaktion im Sommer 2013!“: Sternfahrradfahrten hin nach Büchel aus den umliegenden Dörfern und Städten, sowie gemeinsame Büchertische auf den diesjährigen Musikfestivals: dem Lott-Festival, dem Hunsrücker Frauenfestival, auf der Nature One, Reggae Summerjam in Köln, Night of the Prog – Loreley bei Koblenz sollen für die gezielte Bewerbung unserer Aktion genutzt werden. In der Hunsrück-Region fanden Anfang der 80er Jahre Proteste mit ca. 200.000 Menschen gegen die Pershing-Atomraketen und Cruise Missiles statt, und zudem konnte in der Eifel erfolgreich der Bau einer Wiederaufbereitungsanlage verhindert werden. Es gilt an diese alten Strukturen wieder anzuknüpfen und sie aufzuwecken, und vielen Menschen ist dieser Widerstand zumindest noch in positiver Erinnerung.

Veranstaltungen und Aktionstrainings im Vorfeld sind bereits für Koblenz, Trier, Daun und Wittlich in der Region angesetzt. Referentinnen für weitere Veranstaltungen findet ihr hier.

Einladung zum AktivistInnentreffen in Koblenz

Am Sonntag, den 16. Juni bereiten wir uns mit vielen UnterstützerInnen (und Menschen, die noch dazu kommen wollen!!!) auf unsere große Musikblockade am Atomwaffenstützpunkt Büchel vom 9.-12. August vor. In nur knapp zwei Monaten findet bereits unsere Großaktion statt. Um uns bei der Mobilisierung im Vorfeld und auch direkt vor Ort zu unterstützen, laden wir ein für Sonntag von 12-16 Uhr in die KHG Koblenz – Rheinau 12 – 56075 Koblenz (Tel.: 0261/ 36635 – info[at] khg-koblenz.de; Anfahrt)

Wir bitten um kurze formlose Anmeldung damit wir besser planen können an: buechel[at]atomwaffenfrei.de.

In Koblenz findet zusätzlich in der Katholischen Hochschulgemeinde von Freitag – Sonntag, 14.-16.6.2013 der Friedensworkshop atomwaffenfrei in  Büchel – Gewaltfreien Widerstand mobilisieren statt (siehe auch Flyer „Militär auf dem Vormarsch“):

Freitag, 14.6.2013 – 18.00h
unsere Zukunft atomwaffenfrei – zur Situation am Atomwaffenstandort Büchel/Eifel
Vortrag von Marion Küpker und Dr. Elke Koller

Samstag, 15.6.2013
10.30-12.30h und 13.30-15.30h
Workshop für gewaltfreies handeln
mit Helge Bauer
19.30h Filmvorführung „Carry Greenham home“
Doku über ein Frauenwiderstandscamp
GB, 1983, 66 Min. O.m.U.

Sonntag, 16.6.2013
Großpuppenwerkstatt

Politischer Hintergrund

Im September 2012 wurde es durch die Medien öffentlich und durch unsere Regierung offiziell bestätigt: Die Atomwaffen in Büchel sollen modernisiert werden! Die ca. 20 US-Atomwaffen bleiben bis auf weiteres in Deutschland, und zudem ist geplant, dass die schätzungsweise 180 US-Atomwaffen in Europa für etwa 10 Milliarden Dollar modernisiert werden sollen. Das wurde bereits im Mai 2012 auf dem NATO-Gipfel in Chicago still und heimlich beschlossen. Und 250 Millionen Euro sollen bei uns zusätzlich allein für die Inbetriebhaltung des Trägerflugzeuges „Tornado“ ausgegeben werden, ganz zu schweigen von den Kosten der Modernisierung dieser, um die Kampfflugzeuge der neuen Bombe anzupassen.

Dieses geschieht, obwohl 2009 die Bundesregierung und 2010 der Bundestag beschloss, den Abzug der Atomwaffen aus Deutschland anzustreben. Aber in der NATO gibt es dazu keinen Konsens. Weil das technische Verfallsdatum der Atomwaffen näher rückt, müssen diese – aus NATO-Sicht – rechtzeitig ersetzt werden. Daher werden bei der Bundestagswahl 2013 die Weichen dafür gestellt, wie die Atomwaffen-Modernisierung umgesetzt werden soll. Auf dem NATO-Gipfel erklärten aber auch Holland und Belgien, dass bei einem eventuellen Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland, sie dann ihre eigene (unter starker öffentlicher Kritik stehende) US-Atomwaffen- Modernisierung nicht mehr wollen.

Internationales

Auch haben wir den US-Aktivisten John LaForge von Nukewatch und eine/n AktivistIn aus Kansas City bei der Blockadeaktion dabei, da wir aktuelle Berichte aus dem US-Widerstand gegen den Bau der neuen Produktionssttätte für den modernisierten Bombentyp B61-12 transportieren wollen. Der „Initiativkreis gegen Atomwaffen“ plant, bereits ab dem 2. August in Berlin und dann in Büchel vom 5. bis zum 9. August 2013, dem Gedenktag des Atombombenabwurfs auf die Stadt Nagasaki, wieder eine Fastenaktion am Haupttor des „Fliegerhorstes Büchel“ zu machen. Auch in Frankreich (Paris) und Großbritannien (Burghfield) gibt es gleichzeitige Fastenaktionen gegen die dortigen Atombomben-Modernisierungen und anschließende Blockadeaktionen. Hierfür haben wir ein gemeinsames Flugblatt entwickelt und entsenden gegenseitig Delegierte. Zu unser Aktion sollen während der Fastenzeit gezielt in den Dörfern in der Umgebung von Büchel Hauswurfsendungen verteilt werden. Jede/r soll über unser gewaltfreies Vorgehen und unsere politischen Hintergründe Bescheid wissen können, damit eine mögliche Medienhetze (wie z.B. 2008 geschehen) den politisch Verantwortlichen wieder auf die eigenen Füße fällt.

Zudem haben alle Länder große Sparzwänge, und überall wächst der Unmut in der Bevölkerung, die nicht mehr gewillt ist, weitere unnütze Ausgaben wie für Massenvernichtungswaffen hinzunehmen. Daher wird es vom (2.) 5. bis 9. August während der Gedenktage der Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki zeitgleich in Berlin/Büchel, Paris und Burghfield jeweils eine Fastenaktion und einen Delegationsaustausch mit einem gemeinsamen Aufruf geben, um unser gemeinsames Ziel von einem atomwaffenfreien Europa und einer atomwaffenfreien Welt deutlich zu machen. Zusätzlich finden in der zweiten Augusthälfte in Großbritannien Blockaden gegen die dortigen Atomwaffen-Produktionsstätten statt.

Und auch in der Bevölkerung von Kansas City, wo der Atomwaffen-Komplex mehr als 8 Milliarden Dollar jährlich kostet und die neue modernisierte Atombombe für Europa fertig gestellt werden soll, regt sich der Widerstand. U.a. hat das dortige Bündnis eine Abstimmungs-Initiative gestartet, um die Stadt davor zu bewahren, „zukünftige Arbeiten an diesen Waffen finanzieren zu müssen“. Das Thema wird Teil der Kommunal-Wahl im April 2013! Eine Delegtion ist bereits für die Bücheler MusikerInnen-Blockade eingeladen.

Marion Kuepker, atomwaffenfrei.jetztMarion Küpker koordiniert die Arbeitsgruppe zu Büchel der Kampagne und ist bei DFG-VK und Gewaltfreie Aktion Atomwaffen Abschaffen tätig.

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