Feiern statt Feuern

Silvia Bopp und Julia Kramer fliegen auf Zauberbesen am Zaun des Atomwaffenlagers Büchel, Foto: Bopp

Atomwaffen ist ein internationales Thema, das eigentlich jeden Menschen betrifft. Die jahrelangen, zähen, internationalen Verhandlungen haben jedoch das öffentliche Interesse zum Stagnieren gebracht. Die Geschichte des Kalten Krieges hat gezeigt, wenn die atomare Bedrohung unseren unmittelbaren Lebensraum beschattet, regt sich die Empörung und die Menschen erkennen:  Atomwaffen sind unmenschlich, illegal und nicht nutzbar. In den 80er Jahren nach dem NATO-Doppelbeschluss und der daraus resultierenden atomaren Aufrüstung wurde den Europäern mehr als bewusst in welcher Gefahr sie lebten. „Besuchen Sie Europa solange es es noch gibt.“ So lautete ein Werbeslogan eines US-amerikanischen Reiseveranstalters, in dieser Zeit.

Welche Gefahr droht heute?

Wir stehen heute in der internationalen Rüstungsfrage an einem gefährlichen Scheidepunkt. Noch immer werden das internationale Mächteverhältnis und die so genannten Sicherheitskonzepte durch Besitz und Nichtbesitz von Atomwaffen reguliert. Obwohl laut Atomwaffensperrvertrag, der schon 1970 in Kraft trat und dem fast 190 Staaten angehören,  eine zeitnahe Abrüstung aller Atomwaffen vorgesehen ist, stehen wir trotz Finanzkrisen und  mächtigen Herausforderungen durch die klimatischen Veränderungen, vor einer internationalen Modernisierungswelle der nuklearen Waffenarsenale.

Die Menschen werden, wenn wir diesen Sachverhalt nicht aufhalten, in nächster Zukunft mit ihren Steuergeldern für  Atomwaffen bezahlen, die den Planeten noch immer innerhalb eines Nachmittags vollständig zerstören könnten. Eine neue Investition in ein längst überholtes Problem, sollten wir mit mächtigem Druck aus der Bevölkerung stoppen.

„atomwaffenfrei.jetzt“ setzt sich zusammen mit internationalen Kampagnen für einen internationalen Atomwaffenverbotsvertrag ein. Immer mehr Staaten öffnen sich dieser Idee, Deutschland hält jedoch seine aktive Unterstützung für diese Forderung zurück. Bindungen in der NATO machen anscheinend die deutsche Bundespolitik zu einem zahnlosen Tiger in internationalen Verhandlungen.

30 Jahre nach der Kampagne „Ziviler Ungehorsam bis zur Abrüstung“ und auch 30 Jahre nach der Prominentenblockade in Mutlangen rufen wir für 9.-12. August 2013 alle kritischen Menschen, zum gewaltlosen  Widerstand auf. Wir organisieren vor dem Atomwaffenstandort Büchel ein „Happening“ voller Buntheit und Musik, gewaltfreie Aktionen, Redebeiträgen, Informations- und Trainingscamps für zivilen Ungehorsam.

Mit der Macht der Kreativität, der Schönheit der Musik und der farbenfrohen und formschaffenden Kraft der Phantasie werden wir gewaltfrei den Fliegerhorst Büchel die Tore schließen und die Erfolge der Friedensbewegung von vor 30 Jahren feiern. Das ist meine Vision, wenn ich an den nächsten Sommer denke.

Nicht nur mein Kreuz an der Wahlurne ist meine Möglichkeit mich politisch einzumischen und atomwaffenfrei zu wählen. Machen Sie schon im Vorfeld mit, mischen Sie sich ein. Beteiligen auch Sie sich schon jetzt mit ihren Ideen an der Vorbereitung des Happenings in Büchel. Nehmen Sie Kontakt auf mit den KoordinatorInnen von der Kampagne atomwaffenfrei.jetzt. Wir freuen uns auf Sie.

Silvia Maria Bopp ist Mitarbeiterin in der Pressehütte Mutlangen und Mitglied im Kampagnenrat atomwaffenfrei.jetzt

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1 Kommentar

  1. Hallo Silvia – ich komme und feier gerne mit!


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