Virtuelle Vorbereitungen

Fragt mal in eurem Bekanntenkreis rum, wie viele Leute wissen, dass immer noch Atomwaffen in Deutschland stationiert sind, dass es weltweit noch immer über 20.000 gibt oder dass die USA planen ihre Bomben zu modernisieren. Mal ehrlich: das Thema ist zumindest in den deutschen Medien nicht gerade präsent – abgesehen vom kürzlich aufflackernden Medieninteresse bezüglich des Iran. Dabei ist das Problem viel weitreichender und längst nicht damit gelöst, dass ein einziges Land daran gehindert wird eine weitere Bombe zu bauen.

Eine erfolgreiche Kampagne braucht vor allem: eine breite Öffentlichkeit und eine breite Anzahl an Unterstützern, die Druck auf Politik und Entscheidungsträger ausüben. Wie also schaffen wird das? Das war die Herausforderung über die wir uns schon lange im Vorfeld Gedanken machen mussten. Schnell war uns klar, neben der klassischen Presse- und Lobbyarbeit und öffentliche Aktionen müssen wir auch die Möglichkeiten des Web2.0 und sozialer Plattformen nutzen. Über so große soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Youtube hat man – auch mit wenig Budget – die Chance wahnsinnig viele Menschen zu erreichen und neue Unterstützer zu gewinnen.

Und so war die AG Social Media geboren. Zu fünft machen wir uns jetzt seit einer Weile schon darüber Gedanken, wie wir die Kampagne mit Hilfe von „Social Media“ bekannter machen und Leute zum Mitmachen animieren können. Eine Facebook-Seite, ein Twitter-Account oder ein Blog sind schnell eingerichtet. Aber um in den Weiten des Web2.0 Aufmerksamkeit zu gewinnen, braucht es mehr. Man braucht – vielleicht noch mehr als in der „nicht virtuellen“-Welt – originelle Ideen und einen guten Plan. Inzwischen haben wir schon einige Telefonkonferenzen zu dem Thema hinter uns. Heute war die letzte TK vor dem Kampagnenstart. Für unsere erste Online-Aktion haben wir uns von der „ICAN“, unserer internationalen Partnerkampagne inspirieren lassen. Wir wollen ihre Aktion „Bombs no more“ auch in Deutschland starten. Das Prinzip ist so simple wie gut: Eine blanko Postkarte mit der Silhouette einer Atombombe soll umgestaltet werden und dann auf unsere Seiten hochgeladen werden. Die Seite der ICAN-Aktion zeigt: Es lässt sich erstaunlich viel daraus machen und die Kreativität der Unterstützer ist unglaublich. Seht selber.

Als ersten Schritt, diese Aktion auch in Deutschland zu starten, wollen wir vom Kampagnenstart bis zum 10. April über Facebook und Twitter dazu aufrufen Ideen für einen deutschen Namen der Aktion vorzuschlagen. Wie könnte man „Bombs no more“ auf deutsch nennen? „Bomben zu Bonbons“? „Tschüss Bombe!“? Habt ihr bessere Ideen? Dann her damit!

Und was wir sonst noch so vorhaben in der virtuellen Welt? Lasst euch überraschen. Oder werdet selber kreativ. Wir freuen uns über eure Anregungen und Ideen!

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