Nimm dir fünf Minuten Zeit für den Kampagnenplan

Es ist Wochenende und satte 20° C.  Eigentlich keine Lust am Computer zu sitzen, aber ein bisschen muss ich doch noch schaffen. Noch ein paar Stunden Sonne tanken, dann setze ich mich wieder dran. Wo waren wir zuletzt? Ach ja, bei der „Timeline“.

Der „Timeline“ – wie alle Facebook-Nutzer wissen – ist nichts anderes als ein Zeitstrahl. Bei Facebook geht er nur in Richtung Vergangenheit. Bei uns auf der neuen Webseite soll er in die Zukunft schauen. Somit kann jeder sehen, was wir mit der Kampagne planen und wann.

Der Kampagnenrat hat folgendes Konzept für die Kampagne entwickelt: Die Kampagne läuft drei Jahre bis 2015. Bis dahin wollen wir erreichen, dass die deutsche Bundesregierung sich für einen verbindlichen Vertrag zur Ächtung von Atomwaffen (die sogenannte Nuklearwaffenkonvention) einsetzt.

Die erste Phase der Kampagne heißt „next stop. Chicago“ und beginnt am zweiten Jahrestag des Bundestagsbeschlusses vom 26.3.2010, in dem die Bundesregierung u.a. aufgefordert wird, sich für den Abzug der Atomwaffen aus Deutschland und eine internationale Nuklearwaffenkonvention einzusetzen. Ziel ist, bis zum NATO-Gipfel in Chicago am 20. und 21. Mai 2012, das Thema Modernisierung der B61-Bomben auf die politische Tagesordnung in Deutschland zu bringen. In Chicago sollen Entscheidungen über die künftige Rolle der Atomwaffen in der NATO-Strategie und damit auch der in Büchel stationierten 20 B61-Bomben, getroffen werden. Wir fordern die Bundesregierung auf, sich auf dem NATO-Gipfel in Chicago mit Nachdruck für den Abzug der Atomwaffen aus Deutschland einzusetzen. Schließlich ist das bereits beschlossene Sache.

Ab Sommer 2012 bis zur Bundestagswahl 2013 erhöhen wir den Druck auf die politischen Parteien in Deutschland mit der Phase „Flagge zeigen“. Die ersten, die Flagge zeigen, werden die Bürgermeister für den Frieden sein. Egal welcher Partei sie angehören oder auch, wenn sie parteilos sind, sie lassen eine Flagge für die Abrüstung über ihrem jeweiligen Rathaus wehen. Wir wollen, dass alle politischen Parteien die Unterstützung für ein Vertragsverbot in ihre Parteiprogramme schreiben. Höhepunkt der Phase wird im Sommer 2013 eine große Protestaktion am Atomwaffenstandort Büchel sein. Ziel ist es, dass die nächste Regierung in ihrem Koalitionsvertrag festlegt, dass sie eine Nuklearwaffenkonvention verfolgt.

Die letzte Phase der Kampagne „last exit. New York“ dauert bis zur Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrages im Mai 2015. Ziel ist es, dass die deutsche Regierung hierbei eine aktive Rolle für die Aufnahme der Verhandlungen über eine Nuklearwaffenkonvention übernimmt. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen bereits die Atomwaffen aus Deutschland abgezogen sein. Daher wird das Thema Modernisierungsprogramm auch erledigt sein.

Na ja, die Details werden wir noch ausarbeiten müssen, aber der Plan ist recht gut, denke ich. Feedback erwünscht!

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