Nuklearer Terrorismus, ein ernstes Problem?

Malte Andre, IPPNW-Vorstand

Malte Andre, IPPNW-Vorstand

Die Autobombe, die nicht auf dem Times Square explodierte, bleibt in aller Munde. Aber die New York Times (NYT) hat bereits die nächste Geschichte: nach dem beinahe Autobomber Faisal Shahzad bringt sie Sharif Mobley ins Spiel. Der in New Jersey geborene Jemenite war vor kurzem verhaftet worden. Bevor er sich angeblich im Jemen der „Al Qaeda“ anschloss, arbeitete er zwischen 2002 und 2008 in US-amerikanischen Kernkraftwerken als Aushilfe.

Charles Faddis, Autor der NYT und ehemaliger CIA Analyst ist nun besorgt, dass sensibles Wissen über kritische Teile von Atomkraftwerken in Haenden der „Al Qaeda“ sein könnten. Sein Vorschlag, die Kraftwerke gegen Terrorismus besser abzusichern, verfehlt allerdings den Punkt.

Da die Verbreitung sensiblen Wissens nicht aufgehalten werden kann, sollte sensible Technik auf Aktualität und Notwendigkeit überprüft werden. Die „Dual-use“-Problematik ist lange bekannt. Am Anfang von Proliferation und Terrorismus stand immer ein „friedliches“ Kraftwerk. Es ist Zeit für eine technische Revolution erneuerbarer Energien.

Malte Andre ist studentisches Mitglied im deutschen IPPNW-Vorstand

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1 Kommentar

  1. Die Verbreitung sensiblen Wissens verhindern zu wollen, bedeutet „Security By Obscurity“, und ist in der Sicherheitstheore durch die Verletzung des Kerkhoff’schen Prinzips bekannt. Zu erfahren, wie man Bomben baut, dazu braucht es keinen geringeren Gehilfen als das Internet. Dies alles zusammengenommen bedeutet, dass die Sicherheit zumindest im eigenen Land nur dadurch erhöht werden kann, indem die Ursache, und nicht die Symptome bekämpft werden. Sprich KKW ausgeschaltet werden.


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