Aus New York wieder zurück lasse ich Revue passieren, was wir von der Friedenswerkstatt Mutlangen mit unserer Aktionsreise zur Überprüfungskonferenz erreicht haben.
Ein Blick zurück: 2004 machten wir die erste Aktionsreise. Teilgenommen haben Jugendliche der Aktion Völkerrecht. Regina Hagen ließ damals eine Jugendliche die Rede zur Raketenabwehr vortragen. Daraus hat sich eine eigenständige Jugendrede entwickelt.
2005 kam die Aktion Völkerrecht schon als eigene Nichtregierungsorganisation mit nach New York und heute machen sie das NPT-TV. Aus der Aktionsreise entwickelte sich auch das europäische Jugendnetzwerk BANg, das inzwischen ebenfalls mit einer eigenen Delegation zu den Konferenzen fährt. Sie wird geleitet von Nina Eisenhardt und Barbara Streibel, zwei jungen Frauen, die seit 2005 mit dabei sind.
2008 zur PrepCom in Genf wurde auf Initiative von BANg erstmals eine Simulation von Verhandlungen durchgeführt. Das Besondere, simuliert wurden Verhandlungen zur Atomwaffenkonvention, die es noch nicht gibt, aber von denen wir wollen, dass sie jetzt starten. Durch die Parallelität des Planspiels mit den realen Verhandlungen zum Nichtverbreitungsvertrag ist eine Befragung der Diplomaten der gespielten Länder möglich und so entsteht eine Interaktion zwischen Planspiel und der Konferenz.
Bei unserer diesjährigen Aktionsreise sind wieder zehn neue junge Menschen mit gekommen. In einem Vorbereitungswochenende haben sie sich auf die Konferenz vorbereitet. Zusammen mit den Jugendlichen von BANg und den Studierenden der IPPNW, den Studenten aus Hamburg und Darmstadt haben sie sich auf verschiedene Weise in die Überprüfungskonferenz eingebracht:
- mit der Jugendrede
- mit dem Verteilen von Dankeschön-Karten an die Staaten, welche die Nuklearwaffenkonvention unterstützen
- durch Gespräche mit Delegierten aus Russland, Großbritannien, Iran, China, und Deutschland
- durch Gespräche mit den Bundestagsabgeordneten des Unterausschusses Abrüstung und Rüstungskontrolle
- durch Beobachtung und Unterstützung der Simulation von Verhandlungen zur Atomwaffenkonvention.
Hinzu kommen
- die Teilnahme an der Demonstration am Sonntag vor der Konferenz;
- die Organisation eines eigenen Global Zero Now Festivals;
- Fotos mit den Ortsschildern zur Aktion “Next Stop New York”.
Die Teilnahme an den Überprüfungskonferenzen weckt bei den jungen Menschen Interesse für das Thema nukleare Abrüstung, schafft Engagement. Die Teilnahme von jungen Menschen an den Überprüfungskonferenzen verändert deren Ablauf und vielleicht auch ein wenig deren Ergebnisse.
Wolfgang Schlupp-Hauck ist Vorsitzender der Friedenswerkstatt Mutlangen und Sprecher der Kampagne „unsere zukunft – atomwaffenfrei.“
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